Israel-Syrien-Iran-Krieg Folgen des US-Ausstiegs aus Iran-Nuklearabkommen

2015 haben USA, Großbritannien, Frankreich, China, Russland und Deutschland mit dem Iran ein Nuklearabkommen vereinbart. Dieses sollte das iranische Nuklearprogramm einschränken und stellte es unter die Kontrolle internationale Aufsichtsbehörden. Die Sanktionen wurde aufgehoben und Infolgedessen hätte sich die iranische Wirtschaft erholen sollen. Ein signifikanter Anstieg der Wirtschaft ist jedoch seit den Sanktionen von 2012, welche die Kaufkraft der iranischen Währung gegenüber dem Dollar um 80 Prozent gesenkt habe, nicht erkennbar. Die iranische Wirtschaft wird ansonsten wohl kaum spürbar davon beeinflusst. Der Iran hat sich bereits auf eine „Sanktions-Wirtschaft“ eingerichtet und wird so schnell von diesem Weg nicht abrücken. Es darf also angenommen werden, dass das Nuklearabkommen vor allem die iranische Atomindustrie einschränkte. Aber selbst diesem stand Israel stets kritisch gegenüber. „Mit oder ohne Nuklearabkommen – solange das aktuelle Regime existiert, wird Iran immer das größte Sicherheitsrisiko für Israel darstellen“, sagte Mossad-Direktor Yossi Cohen 2017. Laut israelischer Zeitung „Haaretz“, welche sich auf einen Bericht des „Wall Street Journal“ beruft, finanziere und unterstütze Israel syrische Rebellen an den Golanhöhen. Diese sollen als Puffer zwischen Israel und seinen feindlich gesinnten Kräften dienen. Als Feinde werden ISIS und der syrische Alliierte Iran genannt.
Während das Nuklearabkommen einem fragilen Waffenstillstandsabkommen gleichte, wird mit dem Rückzug aus diesem Deal der Iran wieder frei zum Abschuss gegeben. Die Propaganda fängt mit der Beschreibung Trumps über Iran als gefährlichster Terror-Unterstützer der Welt an:


In Anbetracht der schon in Vergangenheit existierenden Verflechtungen zwischen dem Iran und diverser Terrorgruppen, dürfte Trump vermutlich im Kern Recht haben. In Punkto Stellvertreterkriege und Destabilisierungsaktionen dürften die USA dennoch unangefochtener Weltmarktführer sein. Die sogenannten syrischen Rebellen, unter denen sich auch ISIS versteckt, wurden schließlich auch von den USA unterstützt. Was sich also seit dem Nuklearabkommen zum Negativen gewendet haben soll, steht in den Sternen. Trump möchte hier vor allem eines seiner Wahlversprechen einlösen. Die Beschwichtigungsversuche von Theresa May, Emmanuel Macron oder Angela Merkel, die diesem Ausstieg schon Monate vorher vorausgingen, ließen Trump kalt.

Schon einen Tag nach dem Aus des Nuklearabkommens kommt es zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Syrien und Israel. Laut israelischer Streitkräfte sind Raketen der syrischen Allierten, der Quds-Einheiten aus dem Iran, in Israel eingeschlagen. Daraufhin haben die Israelis mit einem Gegenangriff reagiert.


Bisher haben sich iranische Offizielle nicht zum Angriff auf die Golanhöhen geäußert.

Freiheit oder Tod. Es gibt keinen Kompromiss.
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