Wie man den Schreibtisch optimiert Effizienzsteigerung am Arbeitsplatz

11. November 2015 // Zero

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Der Schreibtisch ist das Sprungbrett in die Arbeitswelt. Er ist ein unersätzliches Werkzeug. In geschickten Händen arbeitet zwar jedes Werkzeug gut, im Westen muss der Boden jedoch nicht gleichzeitig zum Schlafen, Essen und Arbeiten herhalten. In die Gestaltung Ihres Schreibtisches können und sollten Sie daher mehr als nur einen Gedanken aufwenden. Im Zweifel kann die nämlich Ihre Effizienz erheblich steigern.

Schon merkwürdig, da verbringen wir zahlreiche Stunden an und mit dem Schreibtisch, aber wissen nicht genau, wie wir ihn nutzen sollen. Dabei hat er doch eine so essentiell hohe Bedeutung beim Arbeiten. Die guten Nachrichten: Sie müssen keinen Doktortitel haben, um Ihren Schreibtisch zu optimieren. Das kurze einmalige Zeitinvestment wird sich aber definitiv lohnen und ihren Arbeitsfluss positiv beeinflussen.

Die Grundausstattung: Essentials Only!

Wenn Ihr Schreibtisch im totalen Chaos versinkt, hilft nur noch eins: Entrümpeln. Schaffen Sie zunächst alles vom Schreibtisch. Auf den Schreibtisch platzieren Sie nun die Dinge, die Sie zum Arbeiten wirklich benötigen. Manchmal fällt es schwer, sich von dem ein oder anderen unnützlichen Gegenstand zu trennen. Ich spreche mich hier aber nicht gegen Individualität, als viel mehr gegen Chaos aus, der den Arbeitsfluss erheblich stört. Wenn der Schreibtisch zum Beispiel mehr mit einem Bierkasten als mit einem Arbeitsplatz gemein hat, läuft definitiv etwas falsch. Grundsätzlich gilt: Ihr Schreibtisch ist kein Lager, sondern ein Arbeitsplatz. Haben Sie deshalb keine Angst vor einem zu leer wirkenden Schreibtisch, im Gegensatz zum Hirn ist ein leerer und aufgeräumter Schreibtisch nicht mit geringer synaptischer Aktivität gleichzusetzen.

Büromaterialien wie Locher, Tacker und Büroklammern, die Sie vielleicht nur einmal am Tag benötigen, sind in einer Schublade definitiv besser aufgehoben. Auf vielen Schreibtischen finden sich zudem auch Ablagen vor. Meistens werden diese jedoch nur als Stauraum genutzt. Ein absolutes No-Go. Wie gesagt, der Schreibtisch ist ein Arbeitsplatz und kein Lager. Eine einzige Ablage sollte ausreichen (später hierzu mehr). Wer Platz sparen will, kann auch auf eine Wandablage oder einen Briefständer zurückgreifen.

Gegen Dekorationen spricht nichts. Machen Sie sich aber Gedanken darüber, ob das gesamte Familienalbum wirklich auf dem Schreibtisch stehen muss. Vielleicht reicht ja auch nur ein Foto. Eventuell können Sie Fotos an die Wand hängen. Wenn Sie permanent am Computer arbeiten, kann das Foto oder die Fotosammlung auch als Desktop-Hintergrundbild / Bildschirmschoner herhalten. Der Bilderrahmen fiele weg und Sie hätten wieder Platz gespart. Wenn es um den Platz auf Ihrem Schreibtisch geht, zählt jeder Quadratmillimeter. Jeder Gegenstand auf Ihrem Schreibtisch muss seine Existenz begründen können. Es mag vielleicht etwas übertrieben wirken, ist es aber nicht. Denken Sie daran, es geht um Ihre Produktivität!

Das Herzstück: Die Ablage

Wenn Ihr Schreibtisch nach den obigen Vorgaben und Ihren Wünschen / Vorlieben gestaltet wurde, kann diese Ordnung nur noch durch einkommenden Papierverkehr zerstört werden. Mit einer Ablage ist Ihnen aber schnell geholfen. Wie gesagt, man kann als Ablage auch einen Briefständer oder ähnliches nutzen – seien Sie kreativ! Die Papierladungen werden hier nicht aufgestapelt. Sieht also nach weniger Arbeit aus. Zudem passt nicht so viel rein, das wiederum motiviert das Abarbeiten enorm, der Briefständer muss schließlich Raum für noch mehr Arbeit bieten können. Bevor die Ablage gefüllt wird, sollten Sie sich immer die Frage stellen, ob es überhaupt ablagewürdig ist. Eine einfache Faustregel: Wenn es nicht arbeitsrelevant ist, ist es nicht ablagewürdig und muss daher anderweitig verwertet werden, zum Beispiel im Mülleimer oder Aktenordner.
Meine Ablage befindet sich übrigens links. Anfallende arbeiten werden rechts abgearbeitet. Die Papierarbeit wandert also von links nach rechts. Gewohnheitsmäßig ist das die meines Erachtens beste Form. Wir lesen ja schließlich auch von links nach rechts.

Ordnung ist etwas für Primitive, das Genie beherrscht das Chaos. (Albert Einstein)

Ich meine mal gelesen zu haben, dass Albert Einstein unter vollkommen chaotischen Zuständen gearbeitet haben soll. Sein Arbeitsplatz soll entsprechend ausgesehen haben. Ein Genie das seinesgleichen sucht, darf das auch. Für alle anderen Normalsterblichen gibt es die hier vorgestellten Hilfestellungen.

Wer tiefer in die Materie eintauchen möchte, dem sei an dieser Stelle der Artikel „How to Set Up Your Desk“ angeraten.


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