Die fabelhafte Welt der Amáni Enissa Amani: "Der Islam gehört zu Deutschland"

Enissa Amani bei Hart aber Fair vom 09. April 2018 – „Islam ausgrenzen, Muslime integrieren – Kann das funktionieren?“

Der Islam gehört zu Deutschland.“ Diesen Satz hat Bundespräsident Christian Wulff vielleicht nicht erfunden, er hat damit allerdings eine bis heute anhaltende Debatte angestoßen. Ein Nerv wurde getroffen, der die Geister der Nation spaltet. Gehört der Islam zu Deutschland, gehört er nicht dazu? Gehören vielleicht nur Teile davon dazu? Gehört der Moslem dazu, aber nicht seine Religion? Gehört der muselmanische Rumpf zu Deutschland, aber nicht sein Kopf? Ein gefundenes Fressen für eine Quasselstrippenkaste, die den ganzen Tag über ein unlösbares Problem reden darf. Was für den Hartz IV-Empfänger die Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ist, ist für die Quasselstrippenkaste die Islam-Debatte. Das Problem ist nicht unlösbar, muss sich ein CSU-Politiker deshalb gedacht haben. Mister Horst ich-bin-neben-Merkel-ein-zahmer-Löwe-geworden-Seehofer hat nach seinem Rücktritt und zum anstehenden Osterfest seine Eier wieder gefunden: „Der Islam gehört nicht zu Deutschland.

Deutschland ist christlich geprägt

Kreativ war dieser Satz nicht, den er in im Interview einer unbedeutenden Zeitung aufgesagt hat, aber mit ihm war dennoch alles gesagt. Jesus‘ Geburt feiert das Land mit dem Coca Cola-Weihnachtsmann, zum Gedenken seines Todes und seiner Wiederauferstehung bemalen die Deutschen Hühnereier, die als Eier des Osterhasen ausgegeben werden und überall in Deutschland gibt es Kirchen, die mit der Verbildlichung der Kreuzigung darauf hinweisen, dass der Tod des Heilands wirklich schmerzhaft gewesen sein muss. Wer so kreativ mit seiner Religion umgeht, dem muss die Religion halbwegs wichtig sein. Deutschland ist christlich geprägt. Die christliche Art zu leben widerspricht der muslimischen Lebensweise fundamental. In Matthäus 7:12 heißt es:

„Behandelt eure Mitmenschen in allen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt. Das ist es, was das Gesetz und die Propheten fordern.“

Diese Goldene Regel ist so stark in christlich geprägten Ländern verankert, dass diese fremde Religionen im eigenen Land tolerieren. Dieses Toleranzverständnis reicht über die Grenze des christlichen Glaubens hinaus, er wird selbst von Atheisten und Agnostikern vertreten. Fremden Religionen werden im Großen und Ganzen dieselben Rechte wie dem Christentum zugestanden. Im umgekehrten Fall zeichnet sich ein anderes Bild. Muslimisch geprägte Länder gestehen anderen Religionen im besten Falle ihre Existenzrechte und keine Gestaltungsrechte zu. In der Türkei, einem der liberaleren muslimisch geprägten Länder, ist die Ausbildung von geistlichen anderer Glaubensrichtungen erheblich erschwert. In über 90 Jahren hat die Türkei nur dem Bau einer einzigen christlichen Kirche genehmigt. Wulff hat die Behandlung der Christen in der Türkei damals kritisiert. „Das Christentum gehört zur Türkei“, sagte er bei seinem Staatsbesuch in Ankara. Vielleicht hat er damit gerechnet, dass ihm sein Islam-Satz in Deutschland einen Vertrauensvorschuss in der Türkei geben sollte. Falsch gerechnet. Eine religiöse Minderheit, die groß genug ist, um als Minderheit wahrgenommen zu werden, ist kein Beleg für ihre ideologische Zugehörigkeit zu einem Land. Es geht hier nicht um die Menschen, sondern um die politische Einstellung der Menschen, mit der die Weichen für das Land gestellt werden.
In der islamischen Welt wird Wulffs Islam-Satz als Erfolg gewertet. Der Islam wird als politisches Machtinstrument in verschiedenartiger Weise missbraucht. Mit der muslimischen Expansionspolitik folgt die zwangsläufig stattfindende Unterwerfung. Der Mensch ist nicht mehr Herr seines Lebens, sondern Spielball der Religion. Ein großes Erwachen, um sich gegen diesen Machtmissbrauch zu wehren, ist in der muslimischen Welt nicht erkennbar. Die liberalen Muslime wollen sich nicht dagegen wehren oder sehen keine Veranlassung Widerstand zu leisten. Vor genau diesem Hintergrund hat Seehofer Recht. Der Islam gehört nicht zu Deutschland. Es spielt keine Rolle, ob es eine liberale Ausprägung des Islam gibt, wenn 50 Prozent der Muslime daran glauben, dass Homosexualität verboten werden sollte. In sieben muslimisch geprägten Ländern droht Homosexuellen die Todesstrafe. Solche Bestrafungen sind in christlich geprägten Ländern undenkbar. Christen kritisieren mitunter die Lebensweise von Homosexuellen, sie tolerieren sie aber allemal.
Hier prallen ganz einfach zwei wesentlich unterschiedliche Auffassungen aufeinander. Zu einem Kompromiss können diese Auffassungen – zumindest im Hier und Jetzt – niemals kommen. Eine Auffassung wird dabei immer die Oberhand behalten müssen und für die Zukunft aller in diesem Lande, sollten wir dafür kämpfen, dass wenn es schon eine religiöse Prägung gibt, sie bitte auch christlich bleiben sollte. Und das sage ich als nicht-religiöser Mensch.

Enissa Amanis peinlicher „Hart aber fair“-Auftritt

Natürlich hätte die „Gehört der Islam zu Deutschland“-Debatte hier aufhören können. Die Debatte kann hier selbstverständlich nicht aufhören. Die Worte sind zu rational, zu final. Es droht das Aus der Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Worüber sollen Quasselstrippen sonst reden? Probleme gibt es ja sonst keine in diesem Land. Die Quasselstrippen-Elite ist irrational, inkompetent und ignorant. Sie ergötzt sich deshalb immer wieder gerne an den Vertretern der Unterhaltungsindustrie, die ihre niederträchtigen Werte widerspiegeln. So auch vergangene Woche, als die Komikerin Enissa Amani bei der „Hart aber Fair“-Sendung „Islam ausgrenzen, Muslime integrieren – Kann das funktionieren?“ ihren politischen Analphabetismus zur Schau tragen durfte. Jede Islam-Kritik wurde durch ihren Schwall an Worten in extrem hoher Tonlage zerfaselt. Eine Diskussion war unmöglich, immer wieder wurde sachliche Kritik am Islam mit zusammenhanglosen Anekdoten und platten Phrasen über Juden, sizilianische Blutrache und Anders Breivik erstickt. Amani versucht islamistisch motivierten Terror in die Kategorie der „psychisch gestörten Einzeltäter“ zu schieben. Islamistischen Terror gäbe es ja schließlich nicht, denn wer andere Menschen terrorisiert, sei kein richtiger Moslem. Komisch nur, dass sie im Laufe der Sendung auch gleichzeitig darauf hinweist, dass das eigentlich Problem eine radikale Gruppe innerhalb des Islams sei. So richtig einleuchtend ist ihre Logik deshalb nicht. Amani sieht den Islam einer medialen Hetzkampagne ausgesetzt. Alle Muslime werden mit Extremisten in den Topf geworfen. Mit dieser Abwehrhaltung werden große und schwerwiegende Probleme des Islam, die auch Deutschland betreffen, einfach unter den Tisch gekehrt. Es geht hier nicht um Pauschalkritik am Islam. Der Diskutant Hamed Abdel-Samad spricht gerade deshalb auch von der politischen und der persönlichen Dimension dieser Religion. Er trennt diese Felder bewusst voneinander, um die Ursache des Problems zu benennen. Amani hingegen versteht diese Unterscheidung nicht einmal. Sie sieht sich und ihren imaginären Freundeskreis, dem sie sich zugehörig fühlt, angegriffen, obwohl Abdel-Samad diesen nicht mal kritisiert. Abdel-Samad versucht den politischen Islam zu diskreditieren. Darum geht es hier auch. Amani saß während der Runde da, wie eine verzogene vierjährige Göre, der man den Lolli geklaut hat. Ist ihr bewusst, dass Abdel-Samad von Muslimen mit dem Tode bedroht wird und er nur noch unter Polizeischutz die Wohnung verlassen kann? Einen besseren Beweis für eine im wesentlichen im Mittelalter stecken gebliebene Religion könnte es gar nicht geben.
Einen Schlagabtausch gibt es auch mit Joachim Hermann (CSU). Der fragt Amani, in welchem muslimisch geprägten Land Religionsfreiheit existiere, womit er natürlich zu Recht auf die kulturelle Überlegenheit der christlich geprägten Länder hinweisen möchte. Amani antwortet wie eine Musterschülerin, die in Vorbereitung auf die Sendung ihr frisch auswendig gelerntes Gedicht gerade aufsagt: „Indonesien“. Nun, da hätte sie sich mal lieber besser vorbereiten sollen. Sie hätte sich nur die „ARTE“-Dokumentation angucken müssen, um zu sehen, wie in Indonesien ein christlicher Gouverneur wegen seines Glaubens verfolgt wird. Eine weitere Dokumentation von ARD zeigt die Auswirkungen der ihrer Meinung nach angeblich nur kleinen extremistischen muslimischen Minderheit. In Indonesien werden Bürger dafür ausgepeitscht, weil sie einen Freund oder eine Freundin haben.
Wenn Menschen die Realität derart verklären und sie nicht wahr haben wollen und jedes mal, wenn man berechtigte Kritik vorbringt, diese als medial orchestrierte Diskriminierung gegen eine Volksgruppe abstempelt, obwohl der Islam kein Volk ist, ist jeglicher Diskussionsversuch verloren. Abdel-Samad, wohl wissend, dass Amani gravierende Wissenslücken hat, legt ihr zum Ende der Sendung deshalb nahe, sein Buch „Integration: Ein Protokoll des Scheiterns“ zu lesen. Amanis trotzige Antwort: „Ich lese Ihr Buch ganz bestimmt nicht!“

Ihr Auftritt war an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Ihr tussihaftes Benehmen oder ihre piepsige Stimme haben mit dieser Peinlichkeit wenig zu tun. Die Kombination ist zur Abwechslung mal ganz erfrischend in der Comedy-Szene. Es ist der Inhalt, der so beschissen ist. Selbst das Medienecho ist für die linken Verhältnisse in diesem Metier schlecht gewesen, ziemlich schlecht. Die Medienkritik richtet sich vor allem gegen die Komikerin Enissa Amani. Selbst bento, dieser linksextremistische Medienmülleimer, musste schon ziemlich herumdrucksen, um Amani zu verteidigen. Es hat ihr wohl auch etwas geschmerzt. Immerhin konnte Amani, ihrem Aussehen sei Dank, größtenteils unbeschadet und kritikfrei durchs Leben gehen. Wenn der Zuspruch selbst im eigenen Lager schlagartig schwindet, tun behätschelte Kinder eben das, was sie sonst auch tun: Sie beschäftigen sich nicht mit der berechtigten Kritik – alle anderen sind schließlich im Unrecht –, sondern schmeißen Andersdenkende in einen braunen Topf. Amani macht also genau das, was sie bei den Islamkritikern selbst kritisiert hat, die ja angeblich jeden Moslem pauschal in eine terroristische Ecke stellen. Wenn es ums eigene Leben geht, wirft man die eigenen Ideale gerne über Board. Um ihre Unverbesserlichkeit demonstrativ nach außen zu tragen, behauptet sie nach der Sendung in einem Facebook-Beitrag nach wie vor, der Islam gehöre zu Deutschland.
Um die Legitimation ihres rechthaberischen imaginären Weltbildes zu verteidigen, kramt sie zum Zweck der Verteidigung gegen das schlechte Medienecho Fan-Post von irgendwelchen Beta-Toyboys raus, die sie nur abonniert haben, weil sie insgeheim mit ihr schlafen wollen. Natürlich wird jegliche Medienkritik abgewatscht. Die einzigen Medien, die Amani lobt und zur Selbstbestätigung nennt, sind „Berliner Zeitung, „Kölner Stadtanzeiger“, „Der Westen“, „SPIEGEL ONLINE“ und „HUFFINGTON POST“. Das waren auch zufälligerweise die Medien gewesen, bei denen sie halbwegs gut wegkommt. Der Rest mache dann wohl nur billige „BILD“-Propaganda. Den Frust und Schmerz versucht Amani mit einem lachhaften Kommentar zu einer Nazi-Nachricht zu überspielen. Seltsam nur, dass die Erhabenheit nicht bei den Kommentaren auf ihrer Facebook-Seite zu spüren ist. Irgendwie lässt sich Kritik hier kaum vorfinden. Werden hier etwa Kommentare gelöscht? Ist hier jemand doch nicht so schmerzfrei, wie sie nach außen vorgibt? Ihre Facebook-Seite passt zu ihrer sogenannten Comedy-Show, die einer emotionalen Achterbahnfahrt und einer Therapiesitzung gleicht, bei der der Patient eine unwichtige Geschichte nach der anderen erzählt und dabei gleichzeitig mit den Fingernägeln auf der Tafel, die im Behandlungsraum zufällig platziert ist, herumkratzt. Aber Sorge um Ihre Karriere muss sie sich nicht machen, diese Freak-Show wird mit Sicherheit großen Anklang bei unserer sehr gebildeten und immer nach Wahrheit trachtenden Gesellschaft stoßen.

Die „Logik“ des Kaviar-Linken

Menschen wie Amani sind sich über die Folgen ihres Sprechs überhaupt nicht im Klaren. Sie sind Kinder, nicht in der Lage zwei Schritte weiter zu denken. Sie leben in Traumwelten und wissen nicht, was eine muslimische Mehrheit im Land tatsächlich für Folgen haben kann. Man könnte natürlich meinen, eine aus dem Iran geflohene Familie wäre mit dieser Problematik bestens vertraut. Nicht so Amani, sie reitet auf der Welle der zur Demonstration gestellten Überlegenheit, welche die Inferiorität des eigenen verkümmerten Weltbildes kaschieren soll. Sie erinnert mich an diese Kaviar-Linken, die immerzu für offene Grenzen werben. Dieser Zuspruch folgt so lange, bis das Flüchtlingsheim in der eigenen Nachbarschaft aufgestellt werden soll. Schnell verabschiedet man sich dann von den so wagen, oberflächlichen und gleichklingenden Integrationskonzepten. Plötzlich bedroht das Flüchtlingsheim „ihr Zuhause“ und ihren „politischen Raum“. Die Flüchtlingsunterkunft missachtet dann auch ganz plötzlich den Status des Kulturdenkmals der jeweiligen Straße. Die politische Wendung findet erst dann statt, wenn die eigene Lebensqualität darunter leiden muss, aber nicht eher. Bis dahin lässt man sich für das politisch korrekte und überhebliche Gestammel beklatschen und bezahlen. Besser kann Arroganz eigentlich nicht beschrieben werden.

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