Dieselgate: USA gegen ausländische Autobauer Erst VW, jetzt Toyota

10. Oktober 2015 // Zero

Es gibt zwei Möglichkeiten in der Wirtschaft zu gewinnen: Entweder man ist besser oder man ist schneller. Oder man knipst den Konkurrenten einfach unter einem scheinheiligen Vorwand aus. Diesen Weg gehen die USA und wollen damit die heimische Produktion ankurbeln. Ein verzweifelter letzter Akt vor dem drohenden Wirtschaftskollaps.

USA finanzierte Islamischen Staat

Die USA haben den Islamischen Staat, wie aus offiziellen Dokumenten hervorgeht, unterstützt. Man darf sich natürlich nach wie vor immer noch die Frage stellen, warum der Krieg überhaupt angefangen wurde. Dieses Chaos ist ja erst dadurch entstanden. Das wertvolle Kriegsgerät wurde nach dem Abzug vom Islamischen Staat gestohlen. Der irakische Brandherd war noch gar nicht gelöscht, schon hat man entschieden einen syrischen zu entfachen. Beim Kampf gegen Assad hat das Weiße Haus „gemäßigte Rebellen finanziert“. Wir wissen natürlich alle was das heißt. Nachdem Russland nun eingeschritten ist, hat der US-Präsident eingesehen, dass die Finanzierung jetzt wohl doch nichts mehr bringt. Das Unterstützungsprogramm, welches gecancelt wurde, kostete lediglich 500 Millionen US-Dollar. Nach all dem Chaos ist die US-amerikanische Administration allen Ernstes erbost über die robusten Autos von Toyota, die von Islamisten bevorzugt gekauft werden? Was ist eigentlich mit den 1.500 gestohlenen US-amerikanischen Humvees? Schon vergessen? Ich glaube, dass es für moralische Sprechgesänge jetzt ein bisschen zu spät geworden ist.


Eine Luftnummer

Dieser ganze Kampf gegen ausländische Autobauer wird mit so offensichtlich banalen Mitteln geführt, dass ich nicht mit dieser Art der medialen Hysterie gerechnet hätte. Abgaswerte hin oder her, sie interessieren keine Sau, sofern Sie den Himmel nicht verdunkeln. Beim VW Dieselgate-Skandal geht es aber nicht mal um dunkle Rauchwolken aus dem Auspuff, es geht „nur“ um Stickstoffmonoxid (NOx), welcher nebenbei gesagt vom Körper selbst produziert wird und in der Medizin als „heilendes Gift“ zum Einsatz kommt. Ich will jetzt keinen Stickstoffmonoxid als Serviervorschlag zur nächsten Mahlzeit geben und den Betrug in keinster Weise beschönigen, aber die Hysterie scheint mir doch etwas aufgeblasen zu sein. Das ist für mich eine Luftnummer.
Ohne die Manipulationseinrichtung von VW wurden die staatlichen Grenzwerte um den Faktor 10 bis 40 überschritten. Die Kosten, die dieser Betrug verursacht hat, sollen sich laut Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) auf 47 Milliarden belaufen. Eine deutsche Staatsbank, die mit einer horrenden Summe einem deutschen Konzern einen solchen Tiefschlag verpasst, ist weltweit bestimmt auch einmalig. Wie blöd kann man eigentlich sein? Aber Applaus an die deutschen Ingenieure, die den Betrug mit deutscher Genauigkeit geplant und durchgeführt haben. Mal sehen, was den Amerikanern gegen die Japaner noch alles einfallen wird. Wenn sie den Toyota-Konzern auch gegen die Wand fahren lassen können, sind die zwei Umsatzstärksten Autokonzerne für ein paar Monate ausgeknockt. Könnte unter Umständen hilfreich beim Vorbeiziehen der amerikanischen Autobauer sein.




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