Donald Trump, der nächste US-Präsident? Das Establishment zittert

20. Juli 2015 // Zero

Nur in Amerika Baby, nur in Amerika! Nur dort ist es möglich, dass vermögende Persönlichkeiten wie Donald Trump ins Rampenlicht kommen können und als Präsidentschaftskandidat durchgehen. In Deutschland müsste man sich hingegen durch einen verkrusteten Parteiapparat kämpfen. Am Ende dieses Kampfes ist man politisch korrekt zurechtgestutzt worden. Trump ist alles andere als politisch korrekt. Das Establishment zittert.

Erfolgreich mit politischer Korrektheit

Vielleicht ist der Aufstieg der Politkarrieristen im weltweiten Vergleich gar nicht so unterschiedlich. Anzug, glatt gebügeltes Hemd, keine zu kontroversen Thesen und fertig ist der Politiker. Politische Korrektheit wird dem Politiker damit schon in die Wiege gelegt. Diese Politische Korrektheit spielt einen gewichtigen Grund beim Gewähltwerden. Politiker müssen der Mehrheitsmeinung entsprechen, andernfalls bleibt ihnen der Auftritt auf der öffentlichen Bühne einfach verwehrt. Das ist Marktwirtschaft, mehr oder weniger.



Ron Paul vs. Donald Trump

Deshalb haben Kandidaten, die sich zu weit vom Meinungsspektrum wegbewegen, auch wenig Chancen überhaupt gewählt zu werden. Die wenigsten Politiker trauen sich deshalb einen Anti-Establishment-Kurs zu fahren. Einer der das versucht hat, war Ron Paul. Er ist damit bei den letzten US-Wahlen gescheitert, obwohl er sich große Zustimmung bei der Bevölkerung zusichern konnte! Die Leitmedien haben seine Existenz größtenteils einfach verschwiegen oder ihn als verrückt dargestellt. Zusätzlich gab es bei den Vorwahlen auch, um es vorsichtig zu formulieren, „Inkonsistenzen“ zu Ungunsten von Paul.


https://www.youtube.com/watch?v=WR7oBdgazJI

Donald Trump ist nicht Ron Paul. Politisch gesehen stehen beide weit auseinander. Zudem pflegt Trump einen autoritären Führungsstil. Er ist der klassische Führer. Die Gemeinsamkeit liegt jedoch darin, dass beide das politische System zu erschüttern versuchen. Trump nutzt dazu vor allem seinen aggressiven Ton. Über John McCain sagte er zum Beispiel, dass er gar „kein Kriegsheld“ sei. McCain wurde während des Vietnamkriegs für fünf Jahre von Nord-Vietnam gefangen genommen und gefoltert. Ihm wurden während seiner Gefangenschaft mehrere Knochen gebrochen. Laut Trump werden Kriegshelden nicht gefangen genommen.
Über die Mexikaner sagte er, dass sie die US-Amerikaner töten würden.

Trump, der nächste Präsident

Das Establishment, also Washington und die Leitmedien, hassen ihn jetzt schon. Mit Aussagen wie diesen bekleckert er sich auch nicht gerade mit Ruhm. Die Merkwürdigkeit: Die Amerikaner lieben ihn trotzdem. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass er momentan führt. Ähnliches konnte Paul auch schon erreichen. Jedoch gibt es einen weiteren wesentlichen Unterschied zwischen den beiden: 10 Milliarden US-Dollar. So viel ist Trump nach eigenen Aussagen wert. Mit solch einem Vermögen kann er sich genügend Redezeit einkaufen. Das Fettnäpfchen in das er treten müsste, um nicht gewählt zu werden, müsste unter diesen Voraussetzungen größer als der Planet Erde sein. Hohes Ansehen, Charisma und ein schweres Portemonnaie werden dafür sorgen, dass Trump der nächste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden wird. Und wenn nicht, dann baut er sich einfach sein eigenes Land mit seinem eigenen weißen Haus. Genug Geld hat er ja.

Also wer mit Merkel und ihrem weichgespülten Wahlkampf vollkommen enttäuscht ist, der sollte über den großen Teich schauen. Die US-Wahlen versprechen spannende Diskussionsrunden.


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