Hillary Clinton-Wähler sind für Donald Trump Donald Trump mit beispiellosem Zuspruch in der Bevölkerung

1. Oktober 2015 // Zero



Der Sozialist ist immer nur solange Sozialist, solange das Portemonnaie des Anderen betroffen ist. Wenn es um den eigenen Geldbeutel geht, wird er plötzlich sehr „gierig“ und kapitalistisch. Als Clinton-Wähler bei der Jimmy Kimmel-Umfrage mit den jetzt neu vorgelegten Steuerversprechen konfrontiert wurden, haben sie diese sofort unterstützt. Es geht nämlich um massive Steuerentlastungen. Niedrigverdiener müssten gar keine Steuererklärung mehr abgeben, sie würden vom 0-prozentigen Steuersatz profitieren. Dumm nur, dass die Befragten im Nachhinein erfahren haben, dass all diese schönen Ideen vom republikanischen Erzfeind Donald Trump kommen.

Very, very, very lucky!

Donald Trump ist ein Außenseiter, er ist poltisch unkorrekt und er möchte an der mexikanischen Grenze eine mehr als 3000 Kilometer lange Mauer bauen, die natürlich von den Mexikanern bezahlt werden soll. Mit einem derartigen politischen Repertoire würde sich jeder andere Präsidentschaftskandidat soweit ins politische Aus schießen, es käme einem Selbstmord gleich. Trump sollte damit eigentlich nicht einmal den Hauch einer Chance haben. Das genaue Gegenteil ist aber der Fall. Er schlägt nicht nur jede Erwartung, er übertrifft sie auch noch haushoch bzw. Trump-Tower-hoch. Auf die Frage von Napoléon Bonaparte „I know he’s a good general, but is he lucky?“ könnte man da eigentlich nur noch mit „Very, very, very lucky!“ antworten. Trump hat das gewisse Etwas, das selbst den gegnerischen Wähler zu verwirren scheint. Der würde Trump nämlich, ginge es nur nach den Inhalten, sofort wählen.

Steuern runter, Wählerstimmen hoch

Trump macht marketingtechnisch alles richtig. Seine reduzierten Wahlkampfparolen sind einfach gestrickt und werden immerzu wiederholt. Inhaltlich ist diese Taktik natürlich sehr dünn und schafft beim Gegner Angriffsfläche. Trump zeigt sich unbeeindruckt. Er muss niemandem irgendetwas beweisen. Sein Vermögen gibt ihm bei der Wählerschaft genug Vertrauensvorschuss, da muss er nichts beweisen. Nun legt Trump aber auch noch einen fetten, saftigen Steak auf den Wahlkampftisch und lockt mit niedrigeren Steuern. Da tun sich selbst beim politischen Gegner Selbstzweifel auf. Der kann bei all der Hin- und Hergerissenheit nur noch mit „I feel stupid“ reagieren. Es geht hier immerhin um den eigenen Geldbeutel, da muss sich die politische Weltanschauung eine kurze Auszeit gönnen.


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