Offener Brief: Beitragsservice und Festsetzungsbescheid Der öffentlich-rechtliche Karnevalsjeck

16. Oktober 2014 // Zero



Sehr geehrter Dr. Stefan Wolf,

zu meinem Erstaunen haben Sie auf meinen letzten Brief nun endlich geantwortet. Mit einem Festsetzungsbescheid. Sie haben meine Anschuldigungen nicht einmal zu widerlegen versucht. Das finde ich sehr schade, denn ich habe mich so sehr auf ein kleines Schreibgefecht gefreut. Ein Gefecht, das ein bisschen Spannung in die Bude bringt. Ich mein‘, ich hab‘ ja auch sonst nichts zu tun. Allerdings ist die Frist für die Widerlegung meiner Anschuldigungen bereits abgelaufen. Jetzt schulden Sie mir Geld. Mit jedem Brief und mit jedem Tag immer etwas mehr. Aber das sind Formalien, die Sie nicht interessieren. Genauso wenig wie das Grundgesetz oder die Menschenrechte. Und ich weiß jetzt endlich auch warum: Sie sind ein Jeck!

Karneval

Sie haben richtig gehört! Sie sind ein Jeck! Ein Karnevalsjeck! Ich habe Sie enttarnt und hoffe, dass Sie mir deshalb nicht böse sind. Jetzt erklärt sich nämlich auch, warum Sie den Standort Köln für Ihre Dienstleistung gewählt haben. Sie sind ein Unternehmen (§27a (1) UStG) und haben sich als Verwaltung verkleidet. Ich verspreche Ihnen, dass diese Information nicht das Tageslicht erblicken wird. Diese Information wird geheim gehalten zwischen Ihnen, mir und dem Internet.

Gummipuppe

Herr Wolf, ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob Sie meine Nachricht überhaupt erhalten. Herr Gott, ich weiß ja nicht mal ob Sie existieren. Diese anonymen Briefe, bei denen irgendwelche Gebäude „unterschreiben“, lassen gar keine Rückverfolgung auf den eigentlichen Sachbearbeiter zu. Legal, illegal scheiß egal… Ich wette, dass der Geschäftsführer Dr. Stefan Wolf auch nur ’ne aufblasbare Gummipuppe ist, die als Türstopper oder für andere Obszönitäten herhalten muss. Vielleicht aber rede ich ja die ganze Zeit auch nur mit einem Computer. Das würde zumindest Ihre sinnfreien Briefe erklären. In dem Fall kann ich meine Briefe natürlich auch auf Binärcode übersetzen.

Gerichtsvollzieher

Ich möchte abschließend noch darauf hinweisen, dass ich mich sehnlichst auf Ihren Mitarbeiter freue, der als Gerichtsvollzieher verkleidet meine Wohnung aufsuchen wird. Ich werde ihn mit einem herzlichen Alaaf empfangen und ihn bitten, nicht auf seinen eigenen Paragraphen aus zu rutschen.

 

Mit freundlichen Grüßen
dig.ga

 

P.S.: Zur Erinnerung schicke ich Ihnen nochmals mein Schreiben mit diesen Hinweisen auf nervige Paragraphen zu. Solche Schreiben werden ja gerne verbummelt.


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