Ukraine-Konflikt: Mediale Generalmobilmachung Amerikanisch-europäische Kriegspropaganda

10. Februar 2015 // Zero

An die Waffen“, rief das Handelsblatt auf. Der Titel wurde mittlerweile geändert. Im Artikel werden allerdings Waffenlieferungen – „egal von wem“ – und die kriegerische Auseinandersetzung nach wie vor befürwortet. Die Autorin des Pam­ph­lets heißt übrigens Nina Jeglinski. Frau Jeglinski nahm 2008 an der Yalta European Strategy Konferenz teil. Diese Organisation ist bestrebt um eine Integration der Ukraine in die EU. Eine Rechnung, die ohne Russland gemacht wurde. Der Ukraine-Konflikt wurde ideologisch von Menschen wie Frau Jeglinski aufbereitet und von der EU und den Amerikanern finanziert. Erst produziert man den Konflikt und jetzt möchte man ihn eigenhändig mit kriegerischen Mitteln wieder lösen. Chapeau!

Uneiniges Transatlantisches Bündnis

Letztes Wochenende auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat Angela Merkel für Frieden geworben.



Sie hat damit auch Waffenlieferungen ausgeschlossen. Allerdings gefällt diese Haltung dem amerikanischen Bündnispartner überhaupt nicht. Auf einer Pressekonferenz in Washington demonstrierten Merkel und Obama uneinige Geschlossenheit. Das sieht dann so aus:



Merkel will Frieden. Obama will raufhauen. Aus amerikanischer Sicht sind auch Waffenlieferungen möglich. Natürlich nur für friedliche Zwecke (zwinker zwinker).

Mediale Mobilmachung

Es ist wieder ein interessantes Timing der Medien gewesen. Nachdem nun Merkel eindeutig kriegerische Maßnahmen abgelehnt hat, kamen die Natopressesprecher wieder aus ihrem Versteck gekrochen. Ginge es nach ihnen, müssten Waffen noch gestern geliefert werden. Der grüne Cem Özdemir sprach von einem irrational agierenden Russland. Haben sich die Grünen nicht einmal für Pädophilie und gegen Weichmacher in Sexspielzeugen eingesetzt oder habe ich einfach nur ein irrationales Gedächtnis?

Böser Russe

„Wenn man weiß wer der Böse ist, hat der Tag Struktur.“ Der Böse ist jetzt wieder der Russe. Der Ukraine-Konflikt wurde selbstverständlich nicht vom Westen, sondern nur von den Russen angefacht (zwinker zwinker). Der Westen ist deshalb auch nicht auf eine kriegerische Auseinandersetzung aus (zwinker zwinker). Der Westen ist nie im Konflikt involviert gewesen (zwinker zwinker). Als moralisch höhergestellte Autorität (zwinker zwinker) fordert der Westen deshalb die Kriegsparteien auf, die Waffen niederzulegen. Der Westen hat immer recht und Russland ist schuld. Zwinker.




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