Wieder Bush Same old, same old

10. Juni 2015 // Zero

Nach der undemokratisch gewonnen Wahl von George W. Bush, nach dem noch unaufgeklärten Terroranschlag 9/11, nach den desaströsen Kriegen in Afghanistan und im Irak, nach den Lügen über Massenvernichtungswaffen, nach dem Patriot Act, nach Guantanamo, nach all diesen politisch gemachten Katastrophen EINES Bushes hätte man sich jetzt denken können, dass es auf der politischen Bühne keinen Platz mehr für einen weiteren Bush gibt. Schwer gefehlt!

Der inoffizielle Präsidentschaftskandidat

Jeb Bush möchte der nächste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden. Naja, so richtig offiziell ist das noch nicht. Präsidentschaftskandidaten müssen ihre Wahlkampfspenden deklarieren. Bush möchte das nicht. Er ist deshalb auch kein richtiger Präsidentschaftskandidat. Er probiert sich einfach nur ein bisschen aus, ist auf Reise und Tuchfühlung mit seinen zukünftigen Wählern. Darauf angesprochen, dass er Gesetze bricht, um Spenden zu generieren, die er als Kandidat sonst nicht hätte generieren können, unterstrich Jeb Bush seine gesetzestreue: „Wir werden die Gesetze vollends beachten […].“

Bushs Positionen

In Sachen Außenpolitik sei Jeb Bush sein eigener Herr. Seine politische Ausrichtung im Ausland unterscheidet sich allerdings nicht wesentlich von der seines Bruders. Auch er wäre 2003 in den Irak einmarschiert, er möchte die militärischen Aktivitäten im Irak wieder erhöhen und Putin, so Jeb, sei „skrupellos“. Uns erwartet also dasselbe Kalter Krieg- und Antiterror-Geschwafel. Wie immer. Gerade als man sich aber denkt, dass Bush tatsächlich eine realistische Chance hat Präsident zu werden und man sich im gleichen Moment kopfschüttelnd über das Wahlverhalten der Amis aufregen möchte, kommt von irgendwo eine Studentin her. Diese Studentin hat George W. Bush für das Erstarken der islamistischen Terroristen im Irak verantwortlich gemacht und Jeb Bush mit dieser Aussage konfrontiert. Man beachte den Journalisten zu ihrer Linken, der verlegen jedoch zustimmend grinsend auf den Boden gucken muss:




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