Xavier Naidoo triggert Linke "Wie lange noch wollt ihr Marionetten sein?"

3. Mai 2017 // Zero

„Wie lange noch wollt ihr Marionetten sein?“ Wenn solche Zeilen heutzutage aus dem Radio trällern, denkt man nur noch, es ginge um die Vorstellung einer neuen Fifty Shades of Grey-Kamasutra-SM-Stellung. In diesem speziellen Fall könnte die Wahrheit nicht weiter entfernt sein. Xavier Naidoo schlägt mit seinem neuen Song „Marionetten“ auf das Establishment ein. Den Linken ist dieser Text zu intelligent. Im Neusprech heißt das neuerdings: Rechtspopulistisch. Rechts sein und Recht haben werden von der Gedankenpolizei scheinbar wie Synonyme behandelt.

„Tatsachen schon wieder verdreht“

Die Geschichte um den politischen Xavier Naidoo beginnt vielleicht irgendwo um 2001. Damals haben er und andere Musiker mit dem Song Adriano (Letzte Warnung) gegen Nazis angesungen. Damals fand man Xavier Naidoo noch cool. Zwischenzeitlich hat sich viel getan. Radikal verändert hat sich aber nicht Xavier Naidoo. Das politische Umfeld hat sich in ein Minenfeld gewandelt. Nicht zuletzt wegen einer immer linksextremistisch und staatstreu werdenden Medienlandschaft. Gefühle vor Objektivität. Ideologie vor Wahrheit. Träume vor Tatsachen. Auf Grundlage eines solchen Weltbildes entstehen vollkommen wirre Medienberichte. Das super, hippe und junge Magazin von der Zeit hat zum Beispiel diesen offenen Brief an Xavier Naidoo verfasst:

„Lieber Xavier,

es gab eine Zeit, da mochte ich dich. Damals, als ich das erste Mal deinen Song Sie sieht mich nicht gehört habe, zum Film Asterix und Obelix gegen Cäsar. Ich war jung damals, gerade mal neun Jahre alt.
[…] Heute bin ich 27. Und ich mag dich nicht mehr. Warum, fragst du dich? In den vergangenen Jahren hast du der Welt gezeigt, wie es in deinem Kopf aussieht. Du bist offen homophob und greifst regelmäßig Minderheiten an. Ich finde das nicht gut.
[…] Du hast jetzt nachgelegt. Und damit hast du endgültig bei mir verschissen. Mit Marionetten lieferst du einen Song, zu dem der wütende rechte Mob sich gerade öffentlich einen abschrubben kann. Ich möchte das Zeug nicht zitieren, aber du weißt ja sicher, wovon ich spreche.“

Ein „Journalist“ gibt hier also zu, dass er Xavier Naidoo nur deshalb gut fand, weil er schnulzige Filmmusik gemacht hat. Als es politisch wurde, rebellierte das innere Kind. Das Kind schreibt heute für Die Zeit und ist hier mit Sicherheit bei dem richtigen Medium gelandet. Stark sinkende Besucherzahlen sprechen für sich.

Als Gründe für den Xavier-Hass verweist der Autor auf offene Homophobie. Interessant! Er verlinkt hier auf einen Zeit-Artikel, in dem steht, dass die Staatsanwaltschaft die Anzeige von der Linkspartei zum Vorwurf der Volksverhetzung fallen gelassen hat. Aber hey, so sieht „offene Homophobie“ heute aus! Man kann Xavier Naidoos Homophobie zwar nicht beweisen, aber sie ist offensichtlich. M’kay…

Xavier greife regelmäßig Minderheiten an.

Beweise? Braucht man nicht. Einfach sagen. Als Leitmedium kann man sich ja noch einiges erlauben.

Der Song biete Brennmaterial für den „wütenden rechten Mob“.

Das ist die mit Abstand aberwitzigste Stelle im gesamten Brief gewesen. Den wütenden rechten Mob soll an der Stelle ein gewisser Martin Sellner‏ mit folgendem Tweet verkörpern:


Es geht mir hier weniger um die Person Sellner, als viel mehr um seinen Tweet. In diesem Tweet kritisiert er die mediale Doppelmoral. Eine Lady Gaga, welche nackt crowdsurft, wurde von der Time 2010 zur einflussreichsten Künstlerin gekürt. Auf der Anderen Seite sehen wir einen Xavier Naidoo, der mit seinen kritischen politischen Texten den Stempel „vollkommen durchgedreht“ aufgedrückt bekommt.
Der Vergleich mag überspitzt und verzerrt sein, ganz unrichtig ist er nicht. Statt nun aber auf diesen Vergleich einzugehen und ihn zu kritisieren, versteckt sich der sogenannte Journalist wie ein kleines Kind hinter Wortbomben und Tatsachenverdrehungen. Darum ging es übrigens ja auch in dem Song „Marionetten“.

Was ist die Aufgabe dieses schnulzenliebhabenden Journalisten?

Will er hier über Probleme sprechen ohne sie anzusprechen? Vermutlich. Zumindest sagt der Autor das selber: „Ich möchte das Zeug nicht zitieren, aber du weißt ja sicher, wovon ich spreche.“ Ne, weiß er nicht. Niemand weiß wovon du sprichst. Woher auch, wenn du nicht in der Lage bist, deine Kritik am Songtext zu formulieren, ohne dabei immer auf irgendwelche unfertigen Vorformulierungen von irgendwelchen Kollegen aufzubauen, die noch dazu nichts beweisen. Hier setzt jemand scheinbar auf den Zuspruch-Automatismus seiner Geistesfreunde. Die eigentliche Frage, die an der Stelle gestellt werden muss, lautet doch: Ist der IQ noch zweistellig, wenn man sich von der Intelligenz verabschiedet hat?

Das neue Album der SÖHNE MANNHEIMS ist übrigens am 21.04.2017 an den Start gegangen und kann hier erworben werden.


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