„Kein Alkoholverkauf nach 22 Uhr“ Drogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) für eine Verkaufssperre

29. August 2015 // Zero


Drogenbeauftragte der Bundesregierung ist das Amt, das Marlene Mortler (CSU) innehält. Ihre Aufgabe ist es übrigens nicht, wie der Amtstitel es womöglich vermuten lässt, die Drogenschränke der Politiker aufzufüllen. Drogenbeauftragte haben die wertvolle Aufgabe bei Fototerminen stets zu lächeln und an Absichtserklärungen mitzuwirken. Das ist wie zu Silvester. Jeder weiß, dass daraus nichts wird, aber man macht sie trotzdem. Das Gewissen ist beruhigt, aber der Alkoholpegel noch höher als im Jahr zuvor.

„Und saufet euch nicht voll Wein, daraus ein unordentlich Wesen folgt, sondern werdet voll Geistes“ (Epheser 5:18)

Der Kampf gegen Drogen ist mindestens so alt wie die Heilige Schrift. Die Christsozialen sehen sich ja vielleicht deshalb in der Verantwortung. Aber so richtig geklappt hat das in der Vergangenheit nie. Ich erinnere nur an die Prohibition in den USA. Gut, die Drogenbeauftragte Mortler möchte auch kein komplettes Verbot, sondern den Verkauf lediglich einschränken. Sie möchte damit die etwa 2,6 Millionen Kinder beschützen, die in Alkoholiker-Familien aufwachsen. Joa… und was genau soll das Gesetz jetzt daran ändern? Die Alkoholiker-Eltern verlagern ihre Sauforgie einfach vor. Oder noch schlimmer: Der Alkoholkonsum steigt kurz vor 22 Uhr noch heftiger an, um den Alkoholpegel möglichst lange oben zu halten. Dieses Verhalten nennt man in der Psychologie Reaktanz.
Es macht sich aber grundsätzlich immer gut Kinder für verfehlte Gesetzesentwürfe hinzuhalten. So muss man sich nicht die Arbeit machen, um Statistiken und dergleichen zu finden, die die eigene These unterstützen. Vielleicht gibt es sie ja gar nicht.

Abschließen möchte ich diesen Artikel mit einem Video des Drogenbeauftragten der Bundesregierung. In Minute 1:52 entschuldigt man sich scheinbar bei dig.ga. Wofür? Keine Ahnung. Die Entschuldigung nehme ich jedenfalls nicht an!




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