https://twitter.com/marlenemortler/status/420953004465217536
Drogenbeauftragte der Bundesregierung ist das Amt, das Marlene Mortler (CSU) innehĂ€lt. Ihre Aufgabe ist es ĂŒbrigens nicht, wie der Amtstitel es womöglich vermuten lĂ€sst, die DrogenschrĂ€nke der Politiker aufzufĂŒllen. Drogenbeauftragte haben die wertvolle Aufgabe bei Fototerminen stets zu lĂ€cheln und an AbsichtserklĂ€rungen mitzuwirken. Das ist wie zu Silvester. Jeder weiĂ, dass daraus nichts wird, aber man macht sie trotzdem. Das Gewissen ist beruhigt, aber der Alkoholpegel noch höher als im Jahr zuvor.
„Und saufet euch nicht voll Wein, daraus ein unordentlich Wesen folgt, sondern werdet voll Geistes“ (Epheser 5:18)
Der Kampf gegen Drogen ist mindestens so alt wie die Heilige Schrift. Die Christsozialen sehen sich ja vielleicht deshalb in der Verantwortung. Aber so richtig geklappt hat das in der Vergangenheit nie. Ich erinnere nur an die Prohibition in den USA. Gut, die Drogenbeauftragte Mortler möchte auch kein komplettes Verbot, sondern den Verkauf lediglich einschrĂ€nken. Sie möchte damit die etwa 2,6 Millionen Kinder beschĂŒtzen, die in Alkoholiker-Familien aufwachsen. Joa… und was genau soll das Gesetz jetzt daran Ă€ndern? Die Alkoholiker-Eltern verlagern ihre Sauforgie einfach vor. Oder noch schlimmer: Der Alkoholkonsum steigt kurz vor 22 Uhr noch heftiger an, um den Alkoholpegel möglichst lange oben zu halten. Dieses Verhalten nennt man in der Psychologie Reaktanz.
Es macht sich aber grundsĂ€tzlich immer gut Kinder fĂŒr verfehlte GesetzesentwĂŒrfe hinzuhalten. So muss man sich nicht die Arbeit machen, um Statistiken und dergleichen zu finden, die die eigene These unterstĂŒtzen. Vielleicht gibt es sie ja gar nicht.
AbschlieĂen möchte ich diesen Artikel mit einem Video des Drogenbeauftragten der Bundesregierung. In Minute 1:52 entschuldigt man sich scheinbar bei dig.ga. WofĂŒr? Keine Ahnung. Die Entschuldigung nehme ich jedenfalls nicht an!