Mietpreisbremse verteuert Wohnraum Auswirkungen des kommenden Mietpreisgesetzes

26. Februar 2015 // Zero

Bei keinem anderen Thema gibt es in der Wirtschaftswissenschaft so viel Übereinstimmung wie bei der Mietpreisbremse. Die meisten Ökonomen sind sich einig, dass eine gesetzliche Kontrolle der Mietpreise schädlich für Mieter und Vermieter ist. Eine in den 90er Jahren veröffentlichte Studie dazu hat genau das offenbart. In der Umfrage waren fast 93% der Ökonomen der Meinung, dass eine gesetzliche Regelung, wie etwa die Mietpreisbremse, die Qualität und Quantität des Wohnraums reduziert. Was in so einem Fall passiert, können wir in New York beobachten. Wohnraum entsteht vor allem im Luxussegment. Die Leidenden sind jene, die eigentlich von der Mietpreisbremse profitieren sollten.

Propagandaministerium erklärt Mietpreisbremse

Das Propagandaministerium…. äh… ich meine das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz versucht auf ihrer Internetpräsenz die Mietpreisbremse dem Bürger näher zu bringen. Hier ließt man Floskeln wie „Mieten müssen auch für Normalverdiener bezahlbar bleiben“ oder „Wir schaffen einen gerechten Ausgleich zwischen Interessen von Vermietern und Mietern“. Die Seite ist mit lauter solcher geistreichen Kommentare gefüllt. Die SPD beweist damit eigentlich jedes mal aufs Neue, dass man es auch mit der größten Unkenntnis weit bringen kann.

Mietpreisregulierung in New York

Die Mietpreise in New York werden seit 1951 staatlich reguliert. Was wir seit der Einführung solcher Regulierungen beobachten können, sind extreme Preissteigerungen, die vor allem die niedrigen und mittleren Einkommen belastet. Verantwortlich dafür sind die amerikanischen Bürokraten. Sie bestimmen, wie hoch die Vermieter ihre Preise anheben dürfen. Ihre Entscheidung fußt auf „hochkomplexen“ (bzw. politisch korrekten) Quatschrechnungen, die nur Bürokraten am besten verstehen können. Diese sorgt dafür, dass die Mieteinnahmen einbrechen und Investitionen in Modernisierungsmaßnahmen nicht mehr durchgeführt werden können. Wohnungen verwahrlosen. Luxuswohnraum ist davon nicht betroffen. Die Luxusvermieter haben genügend Ressourcen für Modernisierungsmaßnahmen und können ihren betuchten Mietkunden entsprechend hohe Preise in Rechnung stellen.



Aussicht auf den deutschen Immobilienmarkt

Es gibt neben den Schlupflöchern auch noch viele Fragezeichen hinter dem Gesetzesentwurf: Wo gilt die Mietpreisbremse beispielsweise und wann ist die Miete zu hoch? Diese Unsicherheiten werden bei zukünftigen Investoren nicht gut ankommen. Die werden sich veranlasst sehen ihr Geld zukünftig in höherpreisige und ertragreichere Objekte hineinzustecken. Der Wohnungsmarkt für die niedrigen und mittleren Einkommen wird ausgedünnt werden. Vielleicht darf man ja wengistens hoffen, dass die Menschen, die wegen der Mietpreisbremse ihre Mieten nicht mehr zahlen können, im Willy-Brandt-Haus Obdach finden werden.


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